Neue LPIC-1 und LPIC-2 Prüfungen, Seminare & Kurse

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Neue LPIC-1 und LPIC-2 Prüfungen

Neue LPIC-1 und LPIC-2 Prüfungen

Seit dem 01.04.2009 stehen die neuen Versionen der Prüfungen für LPIC-1 und LPIC-2 zur Verfügung. Die neuen und überarbeiteten Lernziele für die Prüfungen zu LPIC-1 und LPIC-2 sind seit dem 01.04.2009 verpflichtend. Die überarbeiteten Lernziele für LPIC-1 und LPIC-2 sind auf der Website des LPI Inc. auch unter dieser URL abrufbar:
http://www.lpi.org/eng/certification/the_lpic_program

LPI Inc. hat eine Liste zusammengestellt, auf der alle Lernunterlagen aufgeführt werden, die an die neuen, seit dem 01.04.2009 gültigen, Lernziele angepasst sind:
exam preparation resources for LPIC-1 and -2

Die Übersetzungen der neuen, ab 01.04.2009 gültigen, Lernziele zu LPIC-1 auf Deutsch finden Sie unter :
http://www.lpice.eu/LPIC-Programm.52.0.html?&L=4

Bitte wenden Sie sich an das LPI Central Europe (http://www.lpice.eu), falls Sie weitere Fragen zu den neuen LPIC-1 und LPIC-2 Prüfungen haben.

 

Zusammenfassung der wichigsten Änderungen

Mit Wirkung zum 1. April 2009 hat das Linux Professional Institute (LPI) die Prüfungsziele für LPIC-1 und LPIC-2 revidiert.
Dies ist Teil der Politik des LPI, Prüfungsziele im Fünfjahresturnus grundlegend zu überarbeiten und an die Weiterentwicklung von Linux anzupassen sowie alle zweieinhalb Jahre eine Aktualisierung durchzuführen; die letzte Aktualisierung der Prüfungsziele fand 2005 statt und trat Anfang 2006 in Kraft, so dass das LPI sich durchaus im Zeitplan befindet.


Überblick über die wichtigsten Änderungen in Stoffumfang u. -aufteilung:

LPIC-1 Der Hardware-Teil wurde modernisiert und in Umfang und Gewicht stark eingeschränkt. In der Paketverwaltung werden abstraktere Werkzeuge wie aptitude
und YUM gegenüber dpkg und rpm in den Vordergrund gerückt. Es gibt neue Inhalte in den Bereichen SQL, Internationalisierung und Barrierefreiheit.
Der größte Teil der Netzwerk-Serverthemen wurde nach LPIC-2 verschoben, genau wie die Teile über den Linux-Kernel und die Installation von Software aus dem Quellcode.

LPIC-2 Einige Bestandteile von LPIC-1 wurden integriert und einige „Randthemen“ mit potentiell großem Umfang (Perl, LDAP-Server, Usenet-News) entfernt.
Der Rest wurde konsolidiert und im Großen und Ganzen klarer gemacht. Diverse neue Inhalte sind dazugekommen, etwa im Bereich „Problemlösung“ (Troubleshooting).
Gleich geblieben ist die Aufteilung der Zertifikate in jeweils zwei unabhängige Teilprüfungen. Alles in allem kann man sagen, dass in den neuen Prüfungszielen eine strengere
Trennung stattfindet zwischen Inhalten, die vor allem die Systemadministration betreffen und solchen, die für Linux-Anwender im professionellen Bereich insgesamt sinnvoll sind. Erstere wurden größtenteils nach LPIC-2 verlagert, während letztere sich in LPIC-1 wiederfinden. Dies entspricht einer Neuausrichtung von LPIC-1 als „Basiszertifikat“ nicht nur für Systemadministratoren, sondern auch für andere professionelle Tätigkeitsgebiete, die fundiertes Linux-Wissen voraussetzen, etwa Entwickler, Berater oder Support-Mitarbeiter im Second- und Third-Level-Bereich – auch wenn das LPI derzeit keine weiterführende Zertifizierung in diesen Gebieten anbietet oder plant.

Die Neuaufteilung der LPIC-1-Prüfungsziele auf die Prüfungen 101 und 102 ermöglicht es, sauberer als bisher die Unterlagen bzw. Kurse auf die Prüfungen aufzuteilen. Während früher einige Inhalte der Prüfung 102 aus didaktischen Gründen zum Beispiel in Linux-Grundlagen abgehandelt wurden (etwa »Dokumentation«), während andere Inhalte der Prüfung 101 thematisch eher zum Beispiel in Linux-Netzwerkadministration passten (etwa die Abschnitte über Modems und DSL im Hardware-Teil), können wir Ihnen jetzt zwei Unterlagen anbieten, die alle für die Prüfung 101 relevanten Inhalte behandeln, und zwei weitere, die die Prüfung 102 abdecken.
Gleichzeitig erlaubt diese Aufteilung, im Sinne einer „Basisbildung“ für Teilnehmer, die keine Zertifizierung anstreben, zwei aufeinander aufbauende Kurse für „Anwender“ anzubieten, die von Inhalten aus der Systemadministration weitgehend frei sind, aber mit Themen wie Shellprogrammierung und SQL denjenigen das notwendige Rüstzeug an die Hand geben, die effizient fortgeschrittenes Wissen im Anwenderbereich erwerben wollen.
Auch im Bereich der fortgeschrittenen Thementragen wir dem Umstand Rechnung, dass nicht jeder, der Linux im professionellen Umfeld einsetzt, eine Zertifizierung
anstrebt. Während wir nach wie vor ein Curriculum anbieten, das die Inhalte des LPIC-2-Zertifikats abdeckt, ist es gerade bei Kursen auf höherem Niveau wichtig, konzentriert nicht nur prüfungs- sondern auch praxisrelevantes Wissen zu vermitteln. So klammert das LPIC-2-Zertifikat im Themenbereich „Mail“ Themen wie Spam- und Virenfilterung völlig aus, die heutzutage aber eine große Rolle in der Praxis spielen.
Wir hingegen räumen diesem Thema (und anderen) in unserem Angebot angemessenen Raum ein. – Verglichen mit dem bisherigen LPIC-2-Curriculum ergeben sich vor allem die folgenden Änderungen:

Ansonsten konnte im LPIC-2-Bereich im wesentlichen die thematische Aufteilung beibehalten werden, auch wenn die Inhalte der einzelnen Kurse bzw. Unterlagen im Detail verändert werden.

LPIC-3: Für die Expertenzertifizierung LPIC-3 (Prüfungen 301 und 302, 303 ist angekündigt) bieten wir im Moment keine Unterlagen an. Der Grund dafür ist, dass diese Prüfungen umfassendes Praxiswissen voraussetzen, das in einer Unterrichtssituation nur eingeschränkt vermittelt werden kann. Ferner stehen der Aufwand zur Erstellung einschlägiger Unterlagen und der anhand der Größe des Markts für LPIC 3-Zertifizierung zu erwartende Ertrag derzeit noch in einem Verhältnis, das entsprechende Anstrengungen betriebswirtschaftlich nicht tragbar scheinen läßt, wenn wir das Qualitäts- und Preisniveau zu Grunde legen, das Sie von uns gewöhnt sind.
Zur Prüfungsvorbereitung empfehlen wir neben intensiver eigener Praxis die (englischsprachigen) Originaldokumentationen und entsprechende Informationen aus dem Internet. Gute Englischkenntnisse sind für LPIC-3-Prüfungen unbedingte Voraussetzung, da die Prüfung derzeit nur auf Englisch angeboten wird und das LPI keine Pläne für eine deutsche Übersetzung verfolgt.

Wir bieten bei Bedarf jedoch gerne einen Orientierungs-Workshop an, bei dem ein selbst LPIC-3-zertifizierter Trainer mit einem oder mehreren Kandidaten die Themen durchspricht, das Vorwissen der Kandidaten beurteilt und ihnen Vorschläge für ein individuelles Vorbereitungskonzept macht. Kontaktieren Sie uns bei Bedarf für ein Angebot.

Workshops zur Prüfungsvorbereitung: Viele Kursteilnehmer schätzen zur abschließenden Vorbereitung vor einer LPI-Prüfung einen intensiven Workshop von 1–2 Tagen Dauer, wo die prüfungsrelevanten Themen noch einmal wiederholt und mögliche Lücken gestopft werden können. Teil eines solchen Prüfungsworkshops ist in der Regel auch die Simulation der Prüfung mit dem realistischen Prüfungssimulator der Linup Front GmbH, damit prüfungsspezifische Techniken und Strategien eingeübt werden können.
Entsprechende Workshops bieten wir für alle LPI-Prüfungen an; Grundlage ist dabei entweder der relevante Unterlagenzyklus oder (im Falle von LPIC-1) das Buch „LPI-Level 1“ aus dem mitp-Verlag (ISBN 978-3-8266-5951-5).

 
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