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Wie die meisten Tabellenkalkulationen ermöglicht Excel mit Formeln und Funktionen umfangreiche Berechnungen. Die Ergebnisse können mit Hilfe von Sortier- und Filterfunktionen sowie Pivot-Tabellen ausgewertet und in Diagrammen graphisch dargestellt werden.
Der Funktionsumfang von Excel kann durch Programmierung in VBA (Visual Basic for Applications) unter Windows, die mit Microsoft Excel 5.0 eingeführt wurde (und später auf Word, Access und weitere Office-Programme übertragen wurde) oder AppleScript unter Mac erweitert werden. Excel 4.0 hatte noch eine eigene Makrosprache namens ExcelBasic.
Tabellenkalkulation
Die Arbeitsoberfläche von Excel besteht aus Arbeitsmappen (Datei), aus Tabellenblättern (Register) und Zellen. Das Tabellenblatt ist in Koordinaten eingeteilt, in ein Zellbezugssystem. Seit Excel 2007 kann ein Tabellenblatt 1.048.576 Zeilen und 16.384 Spalten umfassen. Zuvor war die Größe auf 65.536 Zeilen und 256 Spalten (von A bis IV), also 16.777.216 Zellen, begrenzt.
Jede Zelle kann mittels einer Buchstaben-Zahlen-Kombination eindeutig spezifiziert werden, dem so genannten Zellbezug, der aus Zeilen- und Spaltenangabe besteht. Die erste Zelle in der oberen linken Ecke heißt "A1", wobei A die erste Spalte und 1 die erste Zeile bezeichnet. Genau genommen besteht der Bezug auch noch aus dem Tabellenblattnamen, da Formeln ja auch den gleichen Bezug in verschiedenen Blättern, ja sogar Mappen verweisen können (z. B. Tabelle1!C4 + Tabelle3!C4).
In den Optionen ist die "Z1S1"-Bezugsart wählbar, die Zeilen (Z) und Spalten (S) als Zahl anzeigt. Der Bezug "B6" heißt damit "Z6S2".
Formeln sind ebenso wie Werte kopierbar. Dieser Ansatz wurde vom Vorgänger Multiplan übernommen. Um die Kopierbarkeit von Formeln und deren Bezügen zu gewährleisten, gibt es relative (z. B. A11), absolute (z. B. $A$11) und gemischte (z. B. $A11, A$11) Bezüge.
Neben dem Einfügen eines gesamten kopierten Inhaltes einer oder mehrerer Zellen gibt es auch die Möglichkeit, einzelne Inhalte einzufügen, beispielsweise nur die Werte anstelle der Formel, die die Werte erzeugt hat. Dabei ist es auch möglich, den kopierten Eintrag mit dem Inhalt der markierten Zellen zu addieren oder eine andere Rechnung auszuführen.
Für Zahlen stehen verschiedene Formate zur Verfügung, und zwar, neben vorgefertigten Formaten auch solche, die der Benutzer selbst definieren kann. Beispielsweise gibt es neben Datum und Uhrzeit (getrennt) auch die Möglichkeit, eine positive Zahl als Datum und Uhrzeit in einer einzigen Zelle auszudrücken. Daneben lassen sich Zahlen als Währung, in Sonderformaten wie Postleitzahlen und benutzerdefinierten Formaten ausdrücken. Excel-Zellen können auch Text enthalten.
Neu in Excel 2007 ist unter anderem, dass Tabellen mit vordefinierten (und individuell definierbaren) Tabellenformaten formatiert werden können. Für vom Zellinhalt abhängige Hervorhebungen stehen nun 50 bedingte Formatierungen (statt bisher drei) zur Verfügung. Farbgebung und Schriftformatierung wurden an Word und PowerPoint angenähert und umfassen dasselbe große Farbspektrum, aus dem 12 bevorzugte Farben (und weitere Formatierungen) als Officedesign festgelegt werden können.
Diagramme
Aus den Tabellen der Tabellenblätter können grafische Darstellungen erzeugt werden. Die mit Excel erzeugten Diagramme müssen dabei den vorgegebenen Diagrammtypen entsprechen, die sich an kaufmännischen Gewohnheiten orientieren. In den Naturwissenschaften bevorzugte Darstellungsformen werden kaum unterstützt!
Datenbank
Excel verfügt über einfache Datenbankfunktionen. Excel verfügt nicht über die Funktionalitäten des weitverbreiteten Konzepts der relationalen Datenbank. Jedoch kann man mit Excel auf Daten in Datenbanken und SQL-Server über Schnittstellen z.B. mit VBA eingeschränkt zugreifen.
Programmierung
Wie alle Microsoft-Office-Produkte kann Excel unter Einsatz von VBA (Visual Basic for Applications), auch Excel-Makros genannt, und Applescript (nur Macintosh) programmiert werden. Auch die Erstellung von Excel-Add-Ins ist möglich.
Dateiformat
Microsoft Excel 2007 erstellt Dateien mit der Dateiendung .xlsx (Excel Spreadsheet) bzw xlsm (Excel Spreadsheet mit Makros). Zusätzlich wird eine Reihe von Dateiendungen wie .xlax (Excel Add-Ins), .xlk (Excel-Sicherungskopien), .xll (Excel-Makrobibliothek) und .xltx (Excel-Vorlagen) verwendet.
Diese neuen Excel-Dateiformate basieren auf dem offenen OpenXML, das auf XML basiert und eine Zip-Kompression nutzt. Excel kann verschiedene Dateiformate öffnen bzw. importieren, darunter auch solche anderer Tabellenkalkulations- und Datenbankprogramme.
Die von älteren Excel-Versionen erstellten Dateien haben die Dateiendung .xls (Excel Spreadsheet), .xla (Excel Add-Ins) bzw. .xlt (Excel-Vorlagen). Diese Excel-Dateiformate sind vollständig proprietär. Eine Dokumentation der Dateiaufzeichnungsstruktur ist von Microsoft nicht veröffentlicht worden, inzwischen gibt es jedoch ausführliche Analysen der Open-Source-Gemeinde.